Direktsaat-das bodenschonende Anbauverfahren

Was ist eigentlich Direktsaat oder No-till?

Direktsaat bedeutet die Ablage eines Saatgutes in einen-seit der Ernte der vorhergehenden Hauptkultur-vollständig unbearbeiteten Boden. Dies geschieht mit Meissel- oder Scheibensäscharen.

"Direktsaat ist nicht lediglich eine andere Sätechnik, sondern ein eigenständiges Anbausystem"

 

Was biete ich?


Dies ist meine Direktsaatkombination. Es ist eine optimierte John Deere 750a Drillmaschine mit drei Meter Arbeitsbreite und einer Kurmannachse. Hiermit säe ich beinahe alle Kulturen, angefangen von Graseinsaaten,über Getreide,Raps, Zwischenfutter,Gründüngungen bis Silo- und Körnermais.Der Einzelschardruck kann ich wenn nötig bis 260 kg erhöhen.

Gezogen wird sie von einem  Case CX 100 mit  Extrabreitreifen 650/65 hinten und 480/65 vorne und alle mit Schnellablassventilen ausgerüstet. Somit kann ich mit der ganzen Kombination mit 0.8 Bar Luftdruck möglichst bodenschonend säen.

In der Front arbeite ich mit einer Güttlerwalze mit einem pneumatischen Sägerät der Firma Krummenacher für zusätzliche Düngergaben oder anderes Saatgut.Ich kann dabei gleichzeitig einen Gründüngungsbestand,Stoppeln  o.ä  runterzuwalzen. Das Walzen hilft auch bei der Maiszünslerbekämpfung bei Silomais. Versuchsresultate gibt es auch auf der Homepage  der Firma Güttler>
www.guttler.org/filme


Seit Frühling 2016 besitze ich eine Einzelkorn Direktsaatmaschine John Deere Maxemerge 4-reihig. Sie ist am Dreipunkt und ich habe sie nachgerüstet mit Räumern und Spezialschliessrädern made in der Schweiz. Ausgerüstet mit Reihendüngung- und Schneckenkörner Behälter

Seit Frühling 2016 miete ich einen Rigitrac mit 125 PS ausgerüstet mit Doppelräder. Somit möchte ich meinen CX 100 entlasten und die Säarbeit optimieren. Vorteile für mich sind speziell die Wendigkeit, kein Vorlauf der Räder, gleiche Hubkraft hinten und vorne etc Weitere Infos: www.rigitrac.ch

Vorteile der Direktsaat

Bodenschutz

  • bessere Tragfähigkeit und Durchwurzelung
  • mehr Regenwürmer (Organische Substanz bleibt als Futter auf dem Boden)
  • mehr biologische Aktivität weil keine Vermischung der Bodenfauna erfolgt
  • weniger Bodenerosion weil bestehende Bodenstrukturen erhalten bleiben

Management

  • mehr Fruchtfolgeflächen, weil nichtpflügbare Flächen trotzdem in der FF bleiben können
  • einfachere Sanierung schlechter Grasbestände
  • bessere Produktivität
  • mittelfristig mit weniger Input mehr Output

Umweltschutz

  • bessere Luft-. und Wasserqualität weil langsamere Mineralisation d.h Freisetzung Co2, Nitrat etc
  • mehr Biodiversität z.B durch gleichzeitiger Anbau mehreren Hauptkulturen, Untersaaten, Beisaaten etc.
  • höhere Landschaftsqualität durch ständige Bodenbedeckung
  • besseres Image in der Oeffentlichkeit

Senkung der Produktionskosten

  • weniger Dieselverbrauch
  • weniger Ueberfahrten
  • weniger Materialverschleiss
  • mehr Flächenleistung

Es gibt in der ganzen Natur keinen wichtigeren, keinen der Betrachtung würdigeren Gegenstand als den Boden.

Frédéric Albert Fallou, 1862